Meine Story

Gestatten, Ellenberg. Johannes Ellenberg.

Ich bin Unternehmer und lebe Unternehmertum.
Im Internet bin ich daheim und in der Gründerszene zu Hause.
Meine große Mission ist es, Gründer und Start-ups auf ihrem Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit zu unterstützen und das Startup-Mindset auch in etablierte Unternehmen zu bringen. Aus meiner Sicht ist die persönliche Entwicklung eines Menschen der Schlüssel zum privaten und beruflichen Erfolg – und genau da setze ich an.

Selbst bin ich ein ehrgeiziger und leidenschaftlicher Mensch.
Mut und eine Give-first-Mentalität bestimmen meine berufliche Einstellung.

Privat bin ich ein absoluter Familienmensch. Ich lebe mit meiner Frau und meinen Kindern auf dem Land, in der Nähe von Stuttgart. Meine Familie bildet das Fundament für meinen beruflichen Erfolg und ist für mich unersetzlich.

Was mir in jeder Lebenslage hilft, ist eine weitere Leidenschaft von mir: Sport. Laufen, Krafttraining und Crossfit sind meine Allheilmittel in großen und kleinen Krisen.

Nicht in die Wiege gelegt

Ich wuchs als Sohn von zwei Lehrern auf. Unternehmertum gab es in meiner Familie also so gut wie nicht. Man war auf Sicherheit bedacht, nicht auf Höhenflüge.

Somit hatte ich aus meiner Familie keine große Unterstützung, als ich mich entschied, als Unternehmer tätig zu sein.

Was ich jedoch von der Familie mitbekam, waren ein solides Wertegerüst, Sendungsbewusstsein und „Lehrergene“ – und diese sollten in der Folge für meinen Weg noch mehr als wichtig werden.

Against all odds – die erste Firma

Noch während des Studiums der Wirtschaftsinformatik gründete ich meine erste Firma, eine Webagentur. Ich war voller Drang und Begeisterung für das Unternehmertum und sah schon damals die enormen Chancen von digitalem Marketing.

Allein auf weiter Flur

Nach dem Studium wollte ich gemeinsam mit zwei Kommilitonen ein Startup gründen. Die beiden entschieden sich jedoch letztlich für einen sicheren Job, und so stand ich alleine in Stuttgart, war total angefixt von der Idee, ein Startup zu gründen, und schaute mich nach Gleichgesinnten um. Diese zu finden erwies sich jedoch als Herausforderung. Es gab absolut keine Infrastruktur für Gründer, keine Anlaufstelle und auch keine Unterstützung von staatlicher Seite.

Aufgeben war für mich keine Option, daher beschloss ich kurzerhand, selbst etwas auf die Beine zu stellen: Ich begann zu netzwerken und initiierte unter anderem einen Gründer- und Startup-Stammtisch.
 Bald schon folgte die erste offizielle Initiative: Ich gründete gemeinsam mit Kathleen Fritzsche und Harald Amelung Startup Stuttgart. Auch hier ging es darum, Gründer und Startups zu unterstützen. Damit war ich nicht länger allein auf weiter Flur.

Accelerate!

Ich selbst gründete mehrere Startups, manche erfolgreich, andere weniger. Aktuell ist keines davon mehr auf dem Markt.
Was mir jedoch geblieben ist, sind Erfahrungen. Und diese Erfahrungen mit dem eigenen Gründen und dem teilweise schmerzlichen Scheitern aufgrund mangelnder Unterstützung von offizieller Seite haben mich dazu veranlasst, die Accelerate Stuttgart zu gründen, wiederum gemeinsam mit Kathleen und Harald.

Unser Ziel: Startups und Gründer mit einem strukturierten Programm in der frühen Phase zu stärken. Die Accelerate Stuttgart versteht sich als eine Plattform, auf der die richtigen Menschen miteinander verbunden werden: Kapitalgeber, Mentoren, erfahrene Unternehmer, Gründer und Experten.

Den Aufbau der Accelerate schafften wir wiederum ohne Geldgeber im Hintergrund oder Unterstützung von öffentlicher Hand. Bald schon konnten wir die ersten Startups unterstützen und begleiten.
2015 zog die Accelerate in die Accelerate Spaces um und wir starteten mit dem Accelerator-Programm, in dem mehrere Startups gleichzeitig betreut werden konnten.

Wachstum und Krise

Die Accelerate wuchs nach dem Umzug sehr schnell. Im Nachhinein betrachtet zu schnell. Ursprünglich gab es nur uns drei Gründer, dann waren wir plötzlich zu zehnt.
Dass die Eröffnung der Accelerate Spaces ein großes Risiko sein würde, dessen waren wir uns bewusst. Doch hofften wir, dass wir diesmal aus der Politik Unterstützung für unsere Mission bekämen – leider vergeblich.

Um die Gründer unterstützen zu können, entschieden wir uns für eine Querfinanzierung, das heißt, die Accelerate bot Dienstleistungen an. Zuerst waren es organisatorische Leistungen für die öffentliche Hand, später waren etablierte Unternehmen unsere Kunden, die wir dabei unterstützten, Startup-Methoden in ihre Strukturen einzubringen und damit erfolgreicher zu werden. Gerade etablierte Unternehmen profitieren sehr stark vom Spirit und Mindset eines Startups, und diese Möglichkeit einer (digitalen) Transformation wurde gerne angenommen.

Den erwirtschafteten Gewinn investierten wir in die Förderung der Gründer, die aus naheliegenden Gründen meist keine großen Summen investieren konnten.

Ein starker Partner?

Leider stießen wir hier bald an unsere Grenzen. Während ich noch überlegte, wie ich unser System effektiver gestalten könnte, trat die etventure in mein Leben. Ursprünglich wollte sich das Unternehmen nur in die Accelerate Spaces einmieten, um von dort aus in den Stuttgarter Raum zu expandieren. Bei einem persönlichen Kennenlernen stellten wir jedoch fest, dass die Chemie stimmte und wir starke inhaltliche Übereinstimmungen hatten. Ihr Geschäftsmodell passte gut zu unserem, es gab bereits eine funktionierende Struktur. Das Zusammentreffen fühlte sich schicksalhaft an – so viele Zufälle konnte es nicht geben!

Ich stieg also bei etventure ins Management ein und war für den Aufbau des Standorts Stuttgart zuständig. Im Gegenzug beteiligte sich die etventure an der Accelerate und ich führte diese weiter als Geschäftsführer.
Leider gingen meine Pläne, den Erfolg der Accelerate an jenen der etventure zu knüpfen, nicht ganz auf. Die Synergieeffekte zwischen den beiden Unternehmen zu heben erwies sich schwieriger als gedacht.

In diesem Jahr schrumpfte ich das Accelerate-Team bis auf zwei Mitarbeiter zusammen und reduzierte die Dienstleistungen, bis wir letztlich nur noch als Vermieter der Accelerate Spaces fungierten. So bekam ich die finanzielle Situation in den Griff, war jedoch weit von meiner ursprünglichen Mission entfernt, unternehmerisches Mindset in die Region Stuttgart zu bekommen – und vor allem Gründer und Startups aktiv zu unterstützen.

Mission versus Sicherheit oder: Back to the Roots

Zum Jahreswechsel 2016/17 stand ich vor der Entscheidung: Sollte ich das lukrative Angebot der etventure, Partner zu werden, annehmen?
 Das hätte bedeutet, die Accelerate aufzugeben, da ich dauerhaft nicht beides machen konnte und wollte. Die Alternative war, bei der Accelerate das Ruder herumzureißen und zu meiner eigentlichen Mission zurückzukehren, nämlich: Gründern und Start-ups effektiv unter die Arme zu greifen und ihnen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie so dringend benötigen.

Ich folgte meiner Vision und entschied mich für die Accelerate, wohl wissend, dass dieser Weg steinig sein würde. Ich kaufte meine Firmenanteile von der etventure zurück, und nun sind wir wieder auf dem Weg, die Accelerate als Schule für Unternehmertum zu etablieren und unternehmerisches Mindset sowie Startup-Methoden zu lehren.

Wie es weitergehen wird?
 Stay tuned!

PS: Aus meinen Erfahrungen der letzten sieben Jahre in der Arbeit mit Startups und etablierten Unternehmen ist ein Buch entstanden, das Geschäftsführer und Manager dabei unterstützen soll, den Code der Startups auf ihr Unternehmen zu übertragen. Startups ticken anders, aber sieben einfache Prinzipien können auch etablierten Unternehmen bei der digitalen Transformation und somit beim Durchstarten helfen.